Dogscooter

Der Zughundesport erfreut sich in Deutschland einer stetig wachsenden Beliebtheit. Der jüngste Trendsport ist das Dogscooting. Alles was du dazu brauchst ist einen Hund der Spaß am Ziehen hat, einen Dogscooter, eine spezielle Leine und ein Zughundegeschirr.

Der Dogscooter ist ein Tretroller mit Antenne, der mittels einer speziellen Jöring Leine am Zughundegeschirr mit deinem Hund verbunden wird.

Das Fahren mit Hund und Tretroller bietet viele Vorteile gegenüber dem Joggen oder Radfahren mit Hund.

  • Es ist ungefährlicher da der Schwerpunkt beim Dogscooting niedriger ist als beim Radfahren.
  • Es ist gelenkschonender
  • Einfach für Mensch und Hund zu lernen

Ein weisser Dogscooter

 

Sind alle Hunde zum Dogscooting geeignet?

Die wichtigste Voraussetzung ist, dass dein Hund gesund ist und keine orthopädischen Probleme mit sich trägt. Zughundesport sollte nicht mit Hunden, die weniger als 12 Monate alt sind, ausprobiert werden und das Gewicht deines Hundes muss in etwa 25% der Zuglast entsprechen. Das bedeutet, dass ein 25 Kilo schwerer Hund ca. 100 Kilogramm Gewicht ziehen kann. Ein vorheriger Check beim Tierarzt ist jedoch immer zu empfehlen.

Dogscooting lernen

Wer den Sport erlernen möchte sollte nicht auf eigene Faust losziehen. Besser ist es, mit der örtlichen Hundeschule Kontakt aufzunehmen und sich nach den Möglichkeiten in der Umgebung erkundigen, unter Anleitung zu trainieren. Auch eine kurze Recherche im Internet liefert oftmals Adressen, wo der Sport in der Nähe erlernt werden kann.

Zumindest ein Schnupperkurs mit Trainer ist empfehlenswert, damit kleine Fehler in der Haltung direkt korrigiert werden können. Das gemeinsame Training gibt Sicherheit für Hund und Halter.

Wichtig ist zu wissen, dass das Ziehen erst auf sehr kurzen Distanzen gelernt wird um den Hund nicht zu überfordern. Auch die Temperatur sollte nie über 18 Grad liegen, wenn man sich auf seinen Tretroller schwingt.

 

Wie funktioniert es nun, das Dogscooting?

Dogscooting ist wirklich einfach zu erlernen und erinnert ein wenig an den Schlittenhundesport. Nachdem der Hund sein Zuggeschirr angezogen hat, wird er mittels einer ruckdämpfenden Leine an der Bikeantenne befestigt. So hat der Mensch beide Hände zum Manövrieren frei.

Dann bekommt der Hund das Startkommando und zieht den Scooter hinter sich her. Besonders geeignete Untergründe sind Wiesen und Waldwege die ohne große Steigungen auskommen.

Das Führen des Hundes geschieht über Kommandos. Hier ist jeder in der Wahl des Kommandos frei, wichtig ist lediglich, dass der Hund ein Start und Stop Kommando sowie links und rechts erlernt. So wird gewährleistet, dass der Hund an einer Weggabelung nicht selber entscheiden muss, wohin er weiterlaufen soll.

Equipment kaufen

Preiswerte Dogscooter starten ab ca. 200 €. Wer nur 200 bis 500 € investiert erhält ein Anfänger Modell und nimmt Nachteile, insbesondere bei der Materialqualität in Kauf.

Ab 500 € bis ca. 100 € liegen die hochwertigen Scooter. Hier sind auch die verbauten Komponenten hochwertig. Von der Scheibenbremse über die Marken-Federgabel und eine stabile Rahmenkonstruktion werden keine Wünsche offengelassen.

Die preiswerten Modelle um 200 € sind ideal um herauszufinden, ob Scooting überhaupt Spaß macht ohne gleich ein ganz tiefes Loch in die Haushaltskasse zu schlagen. Bleibt man dabei, sollte mittelfristig aber ein hochwertiger Scooter folgen.

Zubehör

Neben dem Scooter selbst wird ein Zughundegeschirr, eine Jöring Leine, eine Bike-Antenne benötigt. Ein Fahrradhelm ist keine Pflicht, aber durchaus zu empfehlen. Einige Scooter Angebote haben Antenne und Leine als Set bereit beigelegt, so dass man nur noch das Geschirr benötigt. Ferner können passendes Schuhwerk, Handschuhe und Schoner und vielfach auch Schutzbleche nachgerüstet werden. Dogscooter Hersteller bieten Schutzbleche meist nur optional an.

Was wenn der Hund nicht zieht?

Hunde können das Ziehen lernen. Allerdings gibt es Hunde, denen es partout keinen Spaß macht. Hier sollte sich der fürsorgliche Besitzer dann die Frage stellen ob man dem Hund den Sport dauerhaft zumutet oder ob man auf eine andere gemeinsame Freizeitbeschäftigung ausweicht.

Zu früh sollte man die Hoffnung jedoch auch nicht aufgeben und den Hund langsam an den Sport heranführen. Während Rassen wie der Dobermann das Ziehen im Blut haben, gibt es eben auch andere Hunde Typen, die mehr Eingewöhnung brauchen.

Fazit

Dogscooting ist eine wunderbare Freizeitbeschäftigung für Hund und Halter, wenn Voraussetzungen und Rahmenbedingungen passen. Gesunde Hunde und die richtigen klimatischen Bedingungen vorausgesetzt kann man gemeinsam mit seinem Hund viele schöne Erfahrungen in der Natur sammeln.