Mantrailing – Nasenarbeit

Deutscher Schäferhund beim Mantrailing

Hunde verfügen über ein erstaunliches Riechorgan. Die Schleimhaut misst eine Oberfläche von etwa 100cm³. Um zu demonstrieren wie viel das ist: Der Mensch weist eine Riechschleimhaut von gerade mal 5cm³ auf. Des Weiteren können Hunde die Informationen im Gehirn besser verarbeiten und sind daher auch in der Lage Gerüche exakt zu orten. Diese außergewöhnliche Fähigkeit des Hundes lässt sich trainieren, sodass Mantrailing mit dem Hund möglich ist. Mantrailing ist die hauptsächliche Aufgabe von Personenspürhunden beispielsweise. Aber auch Privatpersonen können Nasentraining mit ihrem Hund durchführen.

Was ist Mantrailing?

Mantrailing ist eine Art der Spurensuche bei Hunden. Dabei geht es, wie der Begriff bereits verrät, um das Aufsuchen eines Menschen. Bei den einzelnen Einsätzen kommt ein Mantrailer nicht von der Fährte ab, auch wenn andere Gerüche dominanter oder verlockender erscheinen. Die beachtliche Leistung des Hundes, welcher ein intensives Nasentraining absolviert hat, ist die Unterscheidung der Gerüche zwischen den verschiedenen Menschen. Der Hund fixiert sich also auf den Duft einer ganz bestimmten Person. Dafür bekommt er einen Geruchsträger mit dem Duft der gesuchten Person vorgesetzt. Mantrailing kommt unter anderem bei Rettungseinsätzen zum Einsatz, bei denen Menschenleben auf dem Spiel stehen.

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Die Vorteile des Nasentrainings für den Hund

Es kann für Hundebesitzer sehr sinnvoll sein, den Spürsinn des eigenen Hundes zu trainieren. Die Form der Übungen ist besonders artgerecht, da der Geruchssinn das Wahrnehmungsorgan ist, welches beim Hund am besten ausgeprägt ist. Über den Geruchssinn orientiert er sich hauptsächlich. Die Übungen, welche mit der Zeit immer herausfordernder werden, festigen das Band zwischen Mensch und Hund. Der Hund kann durch die beanspruchenden Aufgaben ruhiger werden und neue Dinge schneller lernen. Insgesamt wirkt sich das Training im Mantrailing also positiv auf die Kooperation und Bindung zwischen Mensch und Tier aus. Beim Nasentraining muss sich der Hund konzentrieren, körperlich sind die Übungen weniger anspruchsvoll. Das hat den Vorteil, dass Mantrailing von allen Hunden gelernt werden kann. Alter, Größe und Gesundheit spielen kaum eine Rolle. Hunde mit Handicap können die abwechslungsreichen Übungen genauso machen wie Hunde ohne Behinderung.

Übungen für das Nasentraining des Hundes

Hund nimmt Fährte aufWie wird der eigene Hund zum Mantrailer? Hierfür ist ganz einfach Training und Geduld vonnöten. Spezielle Übungen richten den Hund darauf aus, nach einem bestimmten Gegenstand zu suchen. Zum Beispiel können Hundebesitzer ein Stück Trockenfutter werfen und den Hund danach suchen lassen. Eine schwierigere Aufgabe für den Hund stellt das Suchen des Futters allein mit der Nase dar. Das heißt, der Trainer wirft den zu ortenden Gegenstand nicht, sondern versteckt diesen. Das Stück Futter zum Beispiel kann perfekt in kleinen Nischen, hinter Möbeln, in Büschen oder unter anderen Dingen versteckt werden. Nasentrainer werden feststellen, dass der Hund immer schneller an das Futter kommt. Für das Mantrailing entscheidend ist, dass das Tier allein mithilfe eines bestimmten Geruchs eine Zielperson bzw. einen Gegenstand ausfindig machen kann. Besonders geeignet für Übungen, die im Freien stattfinden, sind verschiedene Öle. Der Trainer oder die Trainerin träufelt ein paar Tropfen auf einen Baum, etwa in Höhe des Gesichtes vom Hund. Im Anschluss wird dem Tier die Ölflasche vor die Nase gehalten, sodass dieser weiß, um welchen Duft es sich bei der Übung handelt. Danach liegt es an ihm, den Ort ausfindig zu machen, der mit dem Öl markiert worden ist. In diesem Fall ist es der Baum. Theoretisch können auch andere Dinge in der Umgebung mit dem Öl beschmiert werden, wie eine Hauswand, ein Haufen Laub oder eine andere markante Stelle.

Tipps für ein erfolgreiches Nasentraining

Gerade zu Beginn des Nasentrainings für das Mantrailing kann es notwendig sein, denn Hund an der Leine zu führen. Damit soll verhindert werden, dass der Hund von der Fährte abkommt. Auch wenn der Hund ungeduldig ist und nicht abwarten kann, bis der Besitzer mit dem Verstecken fertig ist, sollte der Hund angeleint werden. Generell ist es beim Nasentraining wichtig, dass der Hund erst dann anfängt den gesuchten Gegenstand oder den Ort zu finden, wenn er ein entsprechendes Signal bekommen hat.

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